Jörne Sprehe - Solero 79

Als alljährlicher Fixpunkt beim Equestrian Summer Circuit in der Lake Arena zählt das Ostarichi Championat der Jungpferde, das mit seinem besonderen Prüfungsmuster in zwei Umläufen hochkarätige Entscheidungen versprach. Insgesamt 20 sechsjährige Youngsters zogen strafpunktfrei mit komplett weißer Weste in die finale Runde ein, wo nach einem selektiven Kurs nur sechs Pferd-Reiter-Paarungen übrigblieben und sich mit einer weiteren fehlerfreien Prüfung ihr Ticket für das entscheidende Stechen sicherten.

Neben Benjamin Wulschner, Giampiero Garofalo, Gerfried Puck und Andreas Knippling meisterte auch Jörne Sprehe den Einzug in die Entscheidung und das sogar mit beiden an den Start gebrachten Pferden. Sie alle machten sich also den Sieg untereinander aus und am Ende eines spannungsgeladenen Stechens sollte sich ganz klar herausstellen: Für Jörne Sprehe passte am heutigen Tag einfach alles.

Beide Pferde brillierten im 1,30 Meter hohen Finalparcours mit astreinen Darbietungen und gingen die erhofften fehlerfreien Runden. Der Einzug ins Stechen war also im Doppelpack gesichert und da sollte es dann noch die Draufgabe geben. Eröffnet hatte sie mit ihrem bildhübschen „Clueso 5“, den man nicht nur als sehr schicken Schönling sofort sympathisch fand, sondern sich auch von seiner Sprunggewalt beeindrucken ließ. Der großrahmige Braune, der mit Catoki und Cassini I feinstes Holsteinerblut trägt, galoppierte in astreinen 39,95 Sekunden ins Ziel und sorgte für die erste Vorlage.

Diese wurde von Andreas Knippling und Benjamin Wulschner unterboten, die mit ihren sechsjährigen Youngsters „Papa Roach“ und „Connect“ noch riskanter unterwegs waren. Die Berufsreiterin, die in Fürth beheimatet ist und dort ihren Horsepark leitet, hatte mit „Solero 79“ noch ein zweites Eisen im Feuer. Zu schlagen galt es nun die von Andreas Knippling aufgestellte Zeit von sehr flüssig angelegten 38,38 Sekunden. Und Jörne Sprehe zeigte dem Wiener Neustädter Publikum in überragender Manier, wie man ein Springen anlegen muss, um als Siegerin vom Platz zu gehen: Schon vor der Startlinie nahm sie Tempo auf, schenkte auf den engen Wendungen keine unnötigen Meter her und ließ kaum Zeit liegen. Beim mächtigen Satz über den Schlussoxer folgte sofort der Blick auf die Anzeigentafel: Null in 38,16 Sekunden bedeuteten den Triumph im Ostarichi Championat der sechsjährigen Nachwuchspferde. Beim Blick auf das Pedigree des Siegerpferdes wird klar, dass der Erfolg nicht von ungefähr kommt: Sein Vater ist nämlich niemand geringerer als Stakkato Gold, der ja schon eine ungemeine Anzahl an talentierter Sportpferde herausbrachte – wie unter anderem auch Stallkollegen „Stakki´s Jumper“, der ja ebenfalls unter Jörne Sprehe hocherfolgreich auf internationaler Bühne unterwegs ist.